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27.05.2018

Wie kann ich es lernen, Gott zu vertrauen und mich Ihm hinzugeben?

M.: Vertrauen kann man nicht erlernen. Vertrauen ist eine Gabe – eine Gabe, die man bekommt, wenn man bereit ist, sich einzulassen. Einlassen bedeutet, sich hinzugeben: Ohne zu wissen, ohne zu verstehen; annehmen, annehmen was ist – ohne eine Erklärung zu suchen, in dem Bewusstsein, dass alles was ist, seine Berechtigung hat.

Doch vielleicht magst Du Dich auseinandersetzen mit Deiner Vorstellung von Gott und Vertrauen. Und dies in aller Klarheit vor Dir auszubreiten – um dann einen Schritt zurückzutreten. Und zu schauen, was jenseits dieser Vorstellung liegt. Und dann loszulassen von Deiner Vorstellung und Dich zu öffnen für das, was Du nicht kontrollieren kannst, nicht verstehen kannst, nicht beeinflussen kannst.

Wer Gott vertrauen möchte, wer dieses Geschenk bekommen möchte, muss jegliche Form von Kontrolle loslassen. Denn Gott lässt sich nicht kontrollieren. Gott lässt sich nicht verstehen.

Vertrauen ist eine Hingabe an etwas, was größer ist als alles, was man das Eigen nennt. Vertrauen ist ein Sich-Fallen-Lassen, kein bewusster Sprung in die Tiefe, keine Überwindung von Angst.

Vertrauen findet nicht auf der Aktionsebene statt.

Vertrauen findest Du, wenn Du von allem loslässt, was Dir bekannt und vertraut ist – und Dich doch einlässt, auf das was kommt, auf das, was IST. Ein Sich-Fallen-Lassen ohne ein Bewusstsein über eine Rettungsleine oder ein Fangnetz.

Dies kann man nicht lernen.

Channeling Mario Reinhardt

 

08.07.2018

Spirituelle Intelligenz – ein Werkzeug auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Körper, Geist und Seele sind uns allen vertraute Begriffe, die, wenn in Einklang miteinander, höchste Lebensqualität ermöglichen.
In den Bereich des Körpers fällt das Herz, unser Zentrum des Fühlens. Dort sitzt unsere Emotionale Intelligenz. Sie beeinflusst unsere Fähigkeit zur Empathie. Umso höher der EQ (emotionaler Intelligenzquotient) umso höher unsere Fähigkeit, Mitleid und Mitgefühl zu unterscheiden und mit anderen Menschen zu fühlen, anstelle mit ihnen zu leiden.
In den Bereich des Geistes fällt der Verstand, unser Zentrum des Denkens. Dort sitzt unsere Analytische Intelligenz (IQ). Sie ermöglicht uns, kognitiv durch die Welt zu gehen, zu lernen, zu denken, zu analysieren. Sie ist mathematisch und logisch. Sie ist Meister in ihrem Bereich, doch hat sie keinen Zugang zum Gefühl. So wie der EQ Meister im Fühlen ist, aber nicht denken kann. Beide zusammen ergänzen sich wunderbar. Doch selbst wenn sich beide harmonisch ergänzen, scheint doch manchmal etwas zu fehlen. Es taucht die Frage nach dem Sinn des Lebens auf. Der Mensch denkt und er fühlt. Er kann Positives denken oder Negatives, ebenso kann er Positives oder Negatives fühlen. Dies entspricht der polaren Welt, in der er lebt. Aber der Mensch ist nicht polar, sondern ein duales Wesen. Und als duales Wesen wird er sich früher oder später auf die Suche nach dem machen, was ihn ergänzt. Die Suche nach dem Ich und dem Sinn im Leben beginnt.
Im Laufe seines Lebens beginnt der Mensch mit dem Fühlen, dann beginnt er zu denken. Er lernt zu unterscheiden, eignet sich Wissen an und kommt zu Erkenntnissen. Nun ist er an einem Punkt angekommen, an dem er beginnt, seine Umwelt in seinem Sinne zu formen – nicht polar, sondern dual. Er beginnt, sich als Teil einer größeren Einheit zu erkennen.
Die Spirituelle Intelligenz (SQ) ermöglicht es uns, unsere Erfahrungen und unsere Unterscheidungsfreiheit nicht nur wissend und mitfühlend, sondern auch „weise“ einzusetzen.
Spirituelle Intelligenz ist zwar nicht erlernbar, da angeboren, aber sie ist ausdehnbar in einem Maße, welches wir weder analytisch noch emotional erfassen können. Achtsamkeit und Bewusstsein sind hier die Schlagworte.
Spätestens dann, wenn die Sinnfrage im Leben auftaucht oder man merkt, dass man eigentlich alles hat und doch scheint irgendetwas zu fehlen, ist man an dem Punkt angekommen, an dem sich die Spirituelle Intelligenz einen Weg ins Bewusstsein sucht und nicht mehr ignoriert werden kann. Jetzt beginnt der Weg nach innen, hin zu den tiefsten Schichten des eigenen Ich. Vorbei an Widerständen, Vorstellungen und vor allem Ängsten, um sich in seinem tiefsten Inneren selbst zu erkennen und sich anzuerkennen. Dies ist kein leichter Weg, doch man muss ihn sich nicht auch noch schwerer machen, indem man versucht, ihn allein zu gehen.
Umso mehr ein Mensch seine SQ ausdehnt umso fähiger wird er sein, ethisch zu handeln und sich selbst als den wertvollen Teil des gesamten Gefüges zu erkennen, welcher er ist, mit all seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Er wird eine innere Zufriedenheit finden und mit sich selbst zu jeder Zeit im Reinen sein. Glücklichsein ist dann keine Frage der äußeren Umstände, sondern der inneren Einstellung. Erst jetzt sind Körper, Geist und Seele im Einklang. Die Seele kann im Menschsein ihre Energie entfalten, das Denken und das Fühlen werden zu einem inneren Ausdruck des Seins. Sie dürfen auf äußere Umstände reagieren, müssen es aber nicht mehr, denn jetzt finden sie Halt in der gelebten Dualität des Menschseins. Sie sind kein Spielball von Ängsten, Leid, Vorstellungen und Meinungen.
Spirituelle Intelligenz gibt dem Leben eine Sinnhaftigkeit und Glückseligkeit. Sie ist die Fähigkeit, sein eigenes Leben zu erkennen, zu verstehen und es bewusst im eigenen Sinne zu leben und zu fühlen.
Du bist was du bist.
Immer.
Im Erkennen was man ist, liegt die Sinnhaftigkeit – im Anerkennen die Glückseligkeit.
Mario Reinhardt